21. Okt. 2004

WordPress-Interface: Designkritik

WordPress ist eine wunderbare freie Software, aber leider ist das Interface-Design von WordPress ziemlich furchtbar. Lobenswert ist zwar der Versuch der Entwickler, alles per CSS und ohne Layout-Tabellen hinzubekommen oder der, einigen Buttons ein schöneres Aussehen als den Default-Look zu verleihen. Nur ist das Gesamtergebnis trotzdem nicht sehr gelungen. Das hat auch schon Paul Scrivens in seinem Artikel
MT vs. WP vs. TxP: Entry Page Design festgestellt. Eine Kritik am aktuellen WordPress-Interface und ein eigener Gestaltungsversuch.

XHTML

Der XHTML-Code ist auch in Version 1.3-alpha-4 noch nicht sauber. Sogar Syntaxfehler, wie in XHTML nicht mehr erlaubte br-Tags sind zu finden. Alles ist ein unheimlich krudes Wirrwarr, statt sinvoller Werte von ids bekommen fieldsets schon mal id="categorydiv" verpasst. Das schlimmste sind allerdings nach wie vor vorhandene style-Attribute im XHTML-Quelltext.

CSS

Gerade das Gestalten von Formularen per CSS ist sehr schwierig, wenn nicht gar das schwierigste überhaupt bei der Gestaltung mit CSS. Statt den bisherigen Entwurf, der zwar auf ein fluides Layout setzt, aber im Ergebnis vor allem Platzverschwendung ist, der aus unerfindlichen Gründen seit eh und je für absolut alles die Georgia verwendet, grundlegend zu überarbeiten und auf bessere Benutzbarkeit hin zu entwickeln, wurde in Version 1.3-alpha-4 für fieldsets die proprietäre Eigenschaft -moz-border-radius eingeführt.

Das Problem

Anstatt über die Gestaltung einer Software zu schimpfen, die frei Erhältlich ist, sollte man doch eigentlich einfach die Ärmel hochkrempeln, und es selbst besser machen. Genau das ist aber bei WordPress das Problem und der der Grund, warum besonders die krude Struktur des XHTML-Codes sehr zu kritisieren ist. Die Idee von der Trennung von Markup und Style kann nur erfolgreich umgesetzt werden, wenn ersteres fehlerfrei und sinnvoll strukturiert ist. Weil die Gestaltung von Formularen per CSS besonders heikel ist, ist gerade zu diesem Zweck eine sinnvolle und üppige Ausstattung des Markups mit id- und class-Attributen vonnöten.

Ein Versuch

Der Unzulänglichkeiten des XHTML-Quelltextes zum Trotz, wollte ich den Versuch unternehmen, das Interface von WordPress innerhalb einiger Stunden an meine Bedürfnisse anzupassen. Ich wollte vor allem die Platzverschwendung und die Schrift Georgia loswerden. Das fluide Layout habe ich auf eine bestimmte Breite festgelegt, weil die extreme Verbreiterung der Textfelder im Original-Layout auf großen Monitoren meines Erachtens keinen einzigen Vorteil, sondern nur zu lange Zeilenlängen hervorbracht hat. Der Bequemlichkeit halber habe ich auch sonst alles in festen Pixeln definiert. Als Grundlage habe ich einfach die vorhandene CSS-Datei verwendet, und weil die Zeit drängte, ist die geänderte CSS-Datei nun auch ziemlich unübersichtlich.

Vorher und Nachher

Screenshot von WP 1.3-alpha-4 mit Original-Design Screenshot von WP 1.3-alpha-4 mit Original-Design

Screenshot von WP 1.3-alpha-4 mit angepasstem Design Screenshot von WP 1.3-alpha-4 mit angepasstem Design

Das vorliegende Ergebnis funktioniert mit Mozilla Firefox 1.0 Preview Release. Ein anderer Entwurf zur Umgestaltung des WordPress-Interfaces stammt von Paul Scrivens aka Scrivs, dessen Artikel MT vs. WP vs. TxP: Entry Page Design auch der Anstoß zur Entwicklung einer eigenen angepassten Benutzeroberfläche war.



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