Bild: Courtesy of Apple
Der Switch ist gerade mal sechs Wochen her. Die Gewöhnung an den Mac und OS X ist jedoch schon sehr groß. Zurzeit muss ich leider unfreiwillig mit Windows auskommen und komme mir dabei schon fast unbeholfen vor. Natürlich weiß man noch alle Tricks und Workarounds, die man sich in all den Jahren angeeignet hat, um den Umgang mit Windows erträglicher zu machen. Aber es fällt einem erst recht auf, wie umständlich, unlogisch und wie wenig “integriert” es doch ist. Man kommt halt zurecht. Aber eigentlich würde man all die Tricks und Workarounds gar nicht wissen wollen. Man ist drauf und dran, das langjährige c’t-Abo zu kündigen …
Überhaupt: “Integration”. Als Switcher muss man am Mac erstmal regelrecht vom Windows-Trauma, alles was irgendwie nach “Assistent”, “Wizard” oder einem wie auch immer gearteten angeblich unterstützenden Automatismus riecht, ist EVIL!, geheilt werden. Ganz anders bei OS X. Allein der Assistent, um von einer alten Maschine auf einen neuen Mac umzuziehen, verdient einen Preis.
Und seit vorgestern: Die “heilige Scheiße”, wie Gruber sagt, ist Realität. Statt per Frickelpatch gibt es jetzt eine offizielle Lösung von Apple, um Windows auf einem Intel-Mac zu installieren. Jeder Switcher kann jetzt seine Software-Altlasten, die nur auf Windows laufen, auf seiner neuen Hardware benutzen und den alten PC getrost schonmal entsorgen.
Und seit gestern: Wer es etwas komfortabler möchte, kann statt Boot-Option und Neustart die erste Virtualisierungs-Umgebung für OS X testen, in der Windows wohl nahezu in “Echzeit” läuft.
Die Evolution des Computers, der für den Nutzer gemacht ist, macht also derzeit große Sprünge. Was Steve mit der der Transition des Mac von PowerPC zu x86 gewagt hat, wirkt angesichts des relativ reibungslosen Umstiegs wie ein Kinderspiel. Die eigentliche Transition, die Apple derzeit betreibt, ist die von Windows zu OS X. Windows is the new Classic.
Steve Jobs hegt sicher keine Weltherrschaftsfantasien, eine Verdrängung von Windows ist nicht realistisch und vermutlich auch gar nicht gewollt. Aber er tut im richtigen Moment das Unerwartete. Apple gibt den Takt vor, Micrsoft kann nur noch versuchen, zu reagieren.
Kommentare:
Tja, ich muss leider noch mit nem XP auskommen. Aber nach dem Sommer kann ich mir heffentlich einiBook leisten. Dann werde ich endlich auch solche Sachen erleben :)
Vorfreude ist doch auch was schönes ... Bin mal gespannt, wie der iBook-Nachfolger wird!