22. Nov. 2005
Pandora/Music Genome Project
Nicht mehr brandaktuell, aber durchaus eine Notiz wert: Pandora, ein “intelligentes” Internet-Radio, das aus dem Music Genome Project entstanden ist. Funkionsweise: Man gibt der Software einen Interpreten oder einen Song vor und bekommt dann einen individuellen Audiostream (128 Kbps!) mit musikalisch ähnlichen Titeln per Flash-Applikation. Man kann bis zu 100 solche “Stationen” für verschiedene Geschmacksrichtungen kreieren. Beim Hören kann man bewerten, ob einem der gespielte Song gefällt oder nicht. Die Software versucht damit, den persönlichen Musikgeschmack besser kennen zu lernen.
Die Besonderheit an Pandora ist dabei, dass es auf wissenschaftlichen Ergebnissen des Music Genome Projects beruht. Das Projekt ist ein Versuch, eine umfassende Musikdatenbank zu erzeugen, welche jedoch nicht Songs in herkömmliche Genre-Schubladen steckt, sondern die Stücke nach musikwissenschaftlichen Kriterien indexiert. Die Kriterien werden in mühevoller Arbeit von vielen Mitarbeiten für jeden Song einzeln festgestellt.
Pro:
- Das Konzept! Die Idee!
- Kostenlos (
angeblichwerbefinanziert,konnte aber noch keine Werbung entdecken) - Gut funktionierende Flash-Anwendung (mit leichten Abstrichen bei der Optik)
- Man lernt einem bis dato unbekannte Musik kennen, die dem persönlichen Geschmack entspricht
- Möglichkeit, Songs als Favoriten zu speichern (erzeugt Liste mit Amazon- und iTunes-Links)
- Mehrere “Radiostationen” möglich
Kontra:
Teilweise schlechte Erreichbarkeit(Erreichbarkeit ist mittlerweile sehr gut)- Teilweise muss man viel Songs “skippen”, die einem dann doch nicht so gefallen
Links:
- Pandora
- Pandora-Blog
- Pandora-FAQ
- Music Genome Project
- Der beste Radiosender der Welt von Thomas Hillenbrand
- Michael Preidel gibt Pandora fünf Kochmützen
Infos auf Deutsch sind ansonsten rar – ein ausführlicher Artikel von Tarik Ahmia ist zwar in der taz vom 19.11.2005, aber leider nicht online abrufbar.
Update:
Ich muss mich berichtigen: Pandora ist nicht “durchaus eine Notiz wert”, Pandora ist grandios.
Gegen das Problem der “Aussetzer”, wenn der Service überlastet scheint, hat bei mir geholfen, den lokalen Speicher im Flash-Player auf 10 MB hochzusetzen.
Kommentare:
Ich hab auch über die taz von Pandora erfahren und bin begeistert. Und das mit der Musikwunschliste ist echt fies! ;)
Artikel im Medienfreunde-Weblog
Pandora ist echt fett; zumindest kann man skippen (eine echte Verbesserung zum Internetradio – IMHO). :-)