31. Mai. 2006

Marketing, getarntes

Natascha Vasiljevic von der Marketingfirma Dorten GmbH schreibt mir heute eine lange E-Mail über den Wettbewerb „Bewegung und Dynamik“ von BMW: „Und weil Studenten Blogs wahrscheinlich eher lesen als die Uni-Nachrichten würden wir uns freuen, wenn Ihr in Eurem Blog darüber berichten würdet.“ Seit wann bin ich Plural? Liest sich eher wie eine Pressemitteilung … Naja, der Wettbewerb soll jedenfalls gaaanz toll sein, weil „es [gibt] keinen BMW zu gewinnen, aber der Preis ist eigentlich viel besser. Denn das Gewinnerdesign wird in limitierter Auflage produziert und über den Zubehörkatalog von BMW vertrieben. Unter Nennung des Designers, versteht sich.“ Und wie sich das versteht!

Ja, und was soll man nun designen? „Das beste Design für das Windschott des neuen BMW 3er Cabrio.“ Wow. Nicht schlecht! Die Möglichkeit, als Student ein Produktdesign zu entwickeln, welches dann tatsächlich auch produziert wird, wäre ja echt toll. Schonmal versucht, einen Hersteller für ein selbst entwickeltes Produkt zu finden? Ein Windschott für BMW zu entwickeln, wäre da schon eine tolle Sache … Also flugs bei BMW die Seite zum Wettbewerb aufgerufen (http://www.bmw.de/art-windschott) um mal zu sehen, wie denn die genaueren Bedingungen so sind. Bitte? Was steht da? „Zu gestalten ist das Motiv, das auf das Windschott aufgedruckt wird und das sich an den Grundeigenschaften des Fahrzeugs, nämlich ‚Bewegung und Dynamik‘ orientieren soll.“ Nee, oder? Man soll einen Aufdruck gestalten? Einen Tuningstreifen fürs Windschott, sozusagen? Quotenkunst am Fahrzeug? Das beste am Wettbewerb ist tatsächlich, dass der Gewinner auch ein Praktikum bei „BMW M und Individual Design“ machen darf.



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