21. Okt. 2004

Kleine Lobhudelei

Diejenigen meiner Bookmarks, die sich im Ordner daily befinden, sind dort ziemlich fest verankert und akzeptieren so schnell keine Neulinge, die aus der namenlosen Masse, die sich im Ordner new drängelt, ausbrechen wollen. Prägnanz & Pragmatik hat es jedoch, trotz angeblich schlechter Markenpolitik, sofort in den daily-Ordner geschafft.

Das liegt natürlich nicht nur daran, dass die Texte auf praegnanz.de “selbstverständlich nach den Regeln der neuen deutschen Rechtschreibung” verfasst sind. (Denn Gerrit van Aaken, der kein Holländer ist, “schreibt formtreu und sauber”.) Aber das macht das pragmatisch und übersichtlich gehaltene Weblog zu einer sehr angenehmen Lektüre.

Wenn man an Gestaltung interessiert ist, sollte man sich auf jeden Fall den Grundkurs in Typografie und Zeichensetzung im Internet, und die Schriften der Woche nicht entgehen lassen; alles zu finden in der Rubrik “essays“. Dort wird aufgeräumt, z.B. mit dem 72-dpi-Mythos und aufgeklärt, z.B. über Schriften für Hypertextdokumente, grundlegende Gestaltungsregeln beim Layouten oder aber Gerrits Lieblingsthema (zu recht!), den korrekten Umgang mit Sonderzeichen.

Interessant sind auch die Berichte über Gerrit van Aakens Studium des Medien-Designs. Amüsante Wiedererkennungs-Effekte für wahrscheinlich jeden, der irgendeine Disziplin, die mit Gestaltung zu tun hat, studiert oder studiert hat, sind wohl garantiert.

Gerrit van Aaken präsentiert sich über seine Website als überaus sympathischen, netten Kerl, der kein verbissener Perfektionist, sondern ein smarter Pragmatiker ist. Gerrit pflegt einen sehr freundlichen Umgang mit seinen Lesern, vgl. “In diesem Sinne, Euer Gerrit“, “Herzlichst, Euer Gerrit“, oder “Kommt gut über den Sommer! Euer Gerrit“. Trotz aller Pragmatik denkt er aber auch an Quelltext-Leser und hat auch für diese Spezies noch ein warmes Wort übrig, vgl.: “Willkommen im Quelltext, lieber HTML-Kenner. […]”

Prägnant. In diesem Sinne…



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