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13. Dez. 2004

GEZ schuld an Nicht-Aktzeptanz der Rundfunkgebühren?

Die GEZ ist schon eine seltsame Sache. Irgendwie scheint fast jeder diesen Verein für selten dämlich zu halten. Außer natürlich jeder Menge Anti-GEZ-Seiten findet sich im Internet sogar auch eine Seite, die mit feiner Ironie und einer satirischen Hilfsaktion die GEZ nach Strich und Faden veräppelt.

Die Freie Enzyklopädie Wikipedia bietet einen Artikel, der wild umstritten ist. Ein Benutzer namens “Terranic” beschwert sich z.B., der Artikel sei eine Anleitung zum Umgehen der GEZ-Gebühren:

Der Artikel ist mittlerweile dank solcher Einbringungen wie “bei denen (konkrete!) Hinweise vorliegen” zu einem Leitfaden für GEZ Flüchtlinge geworden. Natürlich müssen die Fakten auf den Tisch, aber der Stil vermisst jeglich neutralen Standpunkt. Terranic 11:12, 24. Nov 2004 (CET)

Die Antwort eines anderen Nutzers darauf:

Nun, da hat sich inzwischen einiges getan. Ich habe z.B. u.a. die komplette “Pro-GEZ” Argumentation verfasst, denn davor war der Artikel wirklich nur ein Anti-GEZ Pamphlet. Für Dein konkretes Argument aber verweise ich (als GEZ-Befürworter) Dich gerne direkt auf den Rundfunkgebührenstaatsvertrag, der von “tatsächlichen Anhaltspunkten” spricht, die vorliegen müssen, damit auch jemand ohne Empfangsgeräte auskunftspflichtig wird.

Wie man sieht, ist die ganze Diskussion vollkommen abstrus. Der sich hier als GEZ-Befürworter bezeichnende Nutzer, meint damit wahrscheinlich, dass er die Idee der Rundfunkgebühren, mit denen der dadurch vom Staat unabhängige öffentlich-rechtliche Rundfunk finanziert wird, richtig findet.

Die GEZ selbst in ihrer jetzigen Form befürworten zu wollen, ist, wenn man sich über alle Defizite dieses Vereins informiert, eigentlich nicht zu verstehen. Sicherlich wird viel übertrieben – aber viele der negativen Berichte haben wahrscheinlich eine Art “wahren Kern”. Dass sich alle Kritiker ihre Geschichten nur ausgedacht haben, ist ziemlich unwahrscheinlich.

Ich denke, es ist sogar so – und das wird an der Diskussion um den Wikipedia-Artikel so schön deutlich -, dass die meisten demokratisch denkenden Bürger das Modell des unabhängigen, weil nicht vom Staat oder der Wirtschaft finanzierten Rundfunks, eigentlich unterstützen würden und deshalb auch eigentlich für Rundfunkgebühren wären, dass jedoch das negative Image der GEZ daran schuld ist, dass von vielen mittlerweile jegliche Rundfunkgebühren generell abgelehnt werden.


Kommentare:

  1. Peter Schenk am 11. Jun. 2006:

    Ich bin der Ansicht, dass der Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks (Information und Unterhaltung) heute im Teil Unterhaltung überholt ist.
    Öffentlich-rechtlich sollte dann aus Steuermitteln fianziert werden.
    Die Verfolgung durch die GEZ, Datenabgleiche mit Einwohnermeldeämtern und kommerziellen Adressbeständen sollten untersagt werden, die Schnüffelei durch den provisionsabhängigen Außendienst eingestellt werden.
    Die Politik verkennt den Unmut der sich im Lande aufbaut.




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