8. Nov. 2009
Detektivarbeit mit dem WebKit Web Inspector
Was beim Internet gucken ziemlich nervt, sind Werbe-Popups und -Popunders. Mit beiden muss man sich mittlerweile eigentlich nicht mehr allzu oft auseinandersetzen muss, weil sie, wenn sie überhaupt noch vorkommen, meist vom Popup-Blocker abgewehrt werden. Außerdem verzichten die allermeisten halbwegs seriösen Webangebote mittlerweile wohlweislich auf diese unangenehme Werbeform, um die Besucher nicht zu vergraulen.
Kürzlich sah ich mich jedoch seit langem mal wieder mit dieser Wegelagerei in Form eines Popunders konfrontiert. Nun gibt es in so einem Fall eine eigentlich einfache und pragmatische Lösung, damit umzugehen: Die das Popunder verursachende Website fliegt aus den Bookmarks und gut ist.
Das Problem in diesem Fall war jedoch, herauszufinden, welche Website schuld ist, weil ca. 30 Einträge aus meinem Lesezeichen-Ordner für die täglich aufzurufenden Blogs infrage kamen. Alle dreißig Blogs einzeln aufzurufen, um herauszufinden, welches der Übeltäter ist, kam nicht in Frage: Erstens ist es zu umständlich und langwierig, und zweitens wurde das Popunder nicht bei jedem Aufruf geladen.
Die Lösung: Der in Safari enthaltene WebKit Web Inspector. In Safari für Mac OS X muss man zuerst in den „Einstellungen …“ unter „Erweitert“ das Menü „Entwickler“ aktivieren, um auf den Web Inspector zugreifen zu können. In der Windows-Version von Safari ist der Web Inspector auch enthalten.
Mit aktiviertem Entwickler-Menü brauchte ich nun nur noch abzuwarten, bis das Popunder das nächste mal auftaucht, bzw. untertaucht, wie der Name schon sagt. Dann im „Entwickler“-Menü die „Webinformationen“ aufrufen, und darin unter „Ressourcen“ in der Seitenleiste das HTML-Dokument auswählen.
Oberhalb des Quelltextes des Dokuments kann ich mir den „Anfrage-Header“ anzeigen lassen, indem ich auf den kleinen Pfeil klicke (siehe Bildschirmfoto). Nun gilt es, in dem unter „Referer“ angezeigten URL den entscheidenden Hinweis auf den Popunder-Verursacher zu finden.
In diesem Fall war brauchte ich nicht lange zu suchen, denn der URL der verursachenden Seite, das „Fernsehblog“ der FAZ, war praktischerweise im Klartext in der Referer-URL enthalten.
Der letzte Schritt: Web Inspector wieder schließen, Fernsehblog aus den Bookmarks löschen … und gut ist!