16. Apr. 2005

Bye, bye, WordPress!

Welcome, Textpattern!

In einer Nacht- und Nebel-Aktion wurde das CMS von WordPress auf Textpattern umgestellt.

Warum ich zum “Switcher” wurde

Als ich mit diesem Projekt anfing, war Textpattern noch sehr unausgereift und die Entwicklung ging ausgesprochen schleppend voran. Wichtig war mir zum Beispiel das URL-Design, was man sich damals mit Textpattern völlig abschminken konnte. Diverse Bastellösungen brachten mich da auch nicht weiter.

Mittlerweile hat sich Textpattern zwar langsam, aber dafür zu einem sehr soliden CMS entwickelt. Von individuellem URL-Design kann zwar immer noch keine Rede sein, aber in den aktuellen Builds (Anleitung zum Runterladen aktueller Builds) wird zufälligerweise die von mir bisher benutzte Struktur (/YYYY/MM/TT/titel-eines-eintrags) unterstützt.

Das verbesserte URL-Handling war für mich der Anstoß, WordPress den Rücken zu kehren. WordPress entwickelt sich zwar schneller weiter als Textpattern und es gibt mehr Plugins und eine riesige Community usw., aber Textpattern bietet wegen seiner Konzeption als Mini-CMS statt als reine Blog-Lösung andere Vorteile – es ist schlank, dynamisch, intelligent, könnte man sagen. WordPress ist für mich ein wenig zum Windows der Blog-Tools geworden, bei dem man nur noch damit beschäftigt ist, gegen Spam zu kämpfen. (Trotzdem hat WordPress natürlich seine Stärken und Vorteile, und natürlich ist man mit Textpattern nicht gefeit vor Spam!)

Die Umstellung von WordPress 1.3-irgendwas auf Textpattern 1.0rc3 ging erstaunlich leicht von der Hand. Das lag aber auch daran, dass ich schon in einer ganzen Reihe anderer Projekte mit Textpattern gearbeitet habe.

Das einzige, was ich bisher an Textpattern “hacken” musste, war publish/comment.php, um dort das nofollow-Jedöhns und “hart gecodete” CSS-Anweisungen herauszuoperieren.

Als nächstes wird lib/classTextile.php für typografisch korrekte Anführungszeichen fitgemacht.

Falls es irgendwelche Probleme gibt mit toten Permalinks, kaputten Feeds oder anderem, bitte ich um Verzeihung und darum, mich kurz zu informieren! (Kommentarfunktion oder mail ‘at’ roman-roehrig ‘punkt’ de)


Kommentare:

  1. Thomas am 24. Mai. 2005:

    Hallo Roman,

    mich würde brennend interessieren, wie du die Datenübernahme von Wordpress bewerkstelligt hast.

    Ich denke, mit einem Tutorial würdest du sicher eine ganze Menge potentielle „Switcher“ ansprechen. Auf jeden Fall aber mich :)

    Gruß, Thomas

    – - –
    WindowsUnterWeblogSoftwareVerachter
  2. Peter Burkes am 11. Jul. 2005:

    Hallo Roman,

    Dein Beitrag bestärkt mich, Textpattern statt Wordpress einzuführen. Ich habe schon so viele Webseiten mit verschiedensten Methoden, HTML, CSS und PHP, erstellt, ohne ein fertiges CMS zu benutzen (bzw. habe mir autodidaktisch selbst eins maßgeschneidert, angewendet bei www.user-archiv.de und www.terre-des-langues.de). Ich habe dadurch enorm viel gelernt und bereue es nicht.

    Aber seit ein paar Monaten bin ich immer wieder am Überlegen, auf fertiges CMS umzusteigen, nachdem es ausgereifte Systeme wie TXP und WP gibt. Ich habe soviele Aufsätze, Lehrmaterial, Tutorials, Experimente, Infos und essays in der Schublade, die ich endlich ins Netz bringen will. Andererseites arbeite ich viel mit php-Schnipsel und php-includes innerhalb des Contents, habe mir ferner ein eigenes, praktikables php-Menü-Klapp-System erarbeitet. Daher versuchte ich beim Redesign meiner privaten Webweite (burkes.de) erstmal klassische Eigenarbeit, mit Unterordnern für die verschiedenen Bereiche (wegen schöner URL-Struktur) und gemeinsamen Includes (Menü, Haupt-CSS, Kopf, Fuß) bzw. bereichsgebundenen Includes (spezielles Kopfleisten-Include oder CSS-Include für einen bestimmten Bereich).

    Aber die technischen Probleme waren überraschend schlimmer denn je; alleine ein von überall aus abzurufendes Menü-Include zu erstellen, das auch von Unterordnern aus funktioniert, hat mich zur Verzweiflung gebracht. Darum ist meine Seite in diesen Tagen im Entwurf steckengeblieben. Ich habe es langsam satt, meine komplette Freizeit mit dem autodidaktischen Lösen technischer PHP-Probleme zu verbringen und will mich endlich auf den Content konzentrieren, ohne die Freiheit in der design-Gestaltung zu verlieren.

    Sinnigerweise habe ich mich gerade WEGEN dieses Zeitprolems noch nicht in die (bei mir bereits lagernden) Programme Textpattern und Wordpress eingearbeitet, weil ich fürchtete, hier wieder umsonst Zeit zu investieren. Nach Deinem und anderen Berichten scheint mir Textpattern das besser geeignete CMS-System zu sein. Ein Blog im üblichen Sinne will ich nicht; normaler HTML/CSS-Code ist mir lieber (und das kann TXP offenbar) und suchmaschinenfreundliche URLs ohne php-Parameter sind mir sehr wichtig (sonst kann ich mein eigenes CMS ausbauen). Kommentare oder Benutzer-Admins, Kalender und alle möglichen ähnlichen Details brauche ich nicht.

    Der Haken – und hier kannst Du vielleicht etwas dazu sagen: das CMS muss mir bestimmte Vorteile bieten, über die im Internet nichts nachlesen kann, weil es auf Erfahrung basiert. Und zwar frage ich mich:

    – Kann ich PHP-Skriptel einbinden und wenn ja (ich hab mal von einem Add-On gelesen) ist das kompliziert? – Ist es kompliziert, für bestimmte BEREICHE eigene Designs zu schaffen (grundsätzlich möglich ist es ja angeblich), insbesondere, kann ich für einzelne HTML-Seiten spezielle zentrale CSS im Head definieren (was bei Link-Eigenschaften notwendig ist, da dies nicht durch Direktformatierung zu ersetzen ist) – Ist es schwer, aussagekräftige (strukturierte) URLs zu kreieren (z.B. burkes.de / schule / steuern / abgabeordnung / ressourcen.htm; oder burkes.de/webworking/css-slider/start.htm) – ich kann mir das nicht vorstellen, auch wenn ich über mod_rewrite schon gelesen habe, aber ich habe wohl keinen Einfluss auf die Parameter-Struktur von Textpattern ?!?) – und das Wichtigste: Kann ich Klappmenüs erstellen oder ein eigenes php-KLappmenü includieren oder ähnliche Lösungen finden, wobei mir evtl. auch statt Klappmenüs vorschwebt , auf den Unterbereichen eigene Submenüs zu verwenden. (PS: Klappmenü = klappbares Treemenü, ähnlich wie im Windows-Explorer).

    Uups, jetzt ist das etwas viel geworden, und ich kann auch nicht erwarten, dass Du darauf intensiv eingehst. Aber Dein Umstieg passt sehr gut zu meine Fragen und vielleicht kannst Du aus dem Bauch heraus sagen, ob (Deiner groben Einschätzung nach) ich mit Textpattern / oder mit Wordpress / auf dem richtigen Weg sein könnte oder ich lieber etwas maßschneidern sollte? Das Thema dürfte vielleicht auch andere Leser interessieren.

    Vielen Dank im voraus und Grüße

    Peter




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